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Unitys Preismodell-Update: Alles, was du wissen musst

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Unitys Preismodell-Update: Alles, was du wissen musst

Nach meinem letzten Beitrag über die Einführung der Unity Runtime Fee gibt es nun einige wichtige Updates und Klarstellungen von Unity bezüglich ihres Preismodells. Lassen Sie uns diese Änderungen Schritt für Schritt durchgehen.

Anwendungsbereich

Zuerst die gute Nachricht: Wenn Du Unity Personal oder Plus nutzt, musst Du Dir keine Gedanken über die Runtime Fee machen. Diese betrifft nur die Nutzer von Unity Pro und Unity Enterprise. Spiele, die Du mit einer bisher unterstützten Unity-Version entwickelt hast, sind nicht von diesen Änderungen betroffen.



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Voraussetzungen für die Anwendung der Runtime Fee

Es gibt bestimmte Bedingungen für die Anwendung der Runtime Fee. Sie gilt nur, wenn Du mit Unity Pro oder Enterprise arbeitest und die neueste Version von Unity (2024) oder eine neuere nutzt. Die Gebühr wird erst relevant, wenn Dein Spiel sowohl einen Umsatz von $1.000.000 als auch 1.000.000 „Erstkontakte“ erreicht hat.

Das wichtigste dabei ist, die Zahlen für die Limits wird nicht mehr Unity tracken sondern es liegt an dir, also bei den Entwicklern diese an Unity zu melden.

Wie wird die Runtime Fee berechnet?

Nachdem die genannten Schwellenwerte erreicht sind, kannst Du wählen: Entweder eine monatliche Gebühr basierend auf den Erstkontakten oder 2,5% des monatlichen Bruttoumsatzes. Du zahlst immer den geringeren Betrag.

Definition von „Erstkontakt“

Unity hat hier für Klarheit gesorgt und den Begriff „Installationen“ durch „Erstkontakt“ ersetzt. Ein „Erstkontakt“ findet statt, wenn ein Endbenutzer zum ersten Mal mit einem von Unity unterstützten Spiel interagiert.

Im Klartext bedeutet „Erstkontakte“: Anzahl an Verkäufen.

Vor diesem Update musste man für jede Installation zahlen, was bedeutet, jemand kauft dein Spiel auf Steam und installiert es auf seinem PC, Laptop und auf sein Steamdeck und du hättest drei mal die Gebühr zahlen müssen. Jetzt kann der Käufer das Spiel so oft er will auf seine Geräte installieren und du bezahlst nur einmal die Gebühr.

Neuerungen für Unity Personal

Für kleinere Entwickler gibt es gute Nachrichten: Die jährliche Umsatzgrenze für Unity Personal wurde von $100.000 auf $200.000 erhöht. Das „Made with Unity“-Splashscreen ist ab der Version 2023 LTS nun optional.

Weitere wichtige Punkte

Spiele, die über Streamingdienste oder als WebGL-Anwendungen angeboten werden, sind von der Runtime Fee betroffen. Diese Gebühr musst Du anhand Deiner eigenen Daten melden. Zudem gibt es ab November 2023 ein neues Anmeldeverfahren für Unity Personal.

Fazit

Unitys überarbeitetes Preismodell zeigt, dass sie sich bemühen, transparent zu sein und auf das Feedback der Community zu hören. Es ist toll zu sehen, dass viele der Anmerkungen aus meinem letzten Beitrag berücksichtigt wurden. Ich bin gespannt, wie diese Änderungen die Spieleentwicklung mit Unity in der Zukunft beeinflussen werden.

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